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Stiftung Praxissiegel
 
Angehörige

... gibt es ja auch noch!

Eine Befragung von Angehörigen ist immer dann in Betracht zu ziehen, wenn zum einen die „primäre Kundengruppe“ nicht oder nur schwer zu befragen ist, zum anderen auch dann, wenn die Relevanz von Angehörigen für eine Einrichtung oder eine Einrichtung im Gesundheitswesen von großer Bedeutung ist.

Als sogenannte „Sekundärbefragung“ hat die Angehörigenbefragung in den letzten Jahren insbesondere in Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen oder ambulanten Diensten an Bedeutung gewonnen. In all diesen Bereichen sind es gerade die Angehörigen, die für die Meinungsbildung nach außen verantwortlich sind. Die Angehörigen sind es, die den Nachbarn oder Freunden über die wahrgenommene Qualität der Behandlung ihres Angehörigen erzählen und auch oftmals entscheiden, wo ihr Angehöriger eingewiesen wird, welcher Pflegedienst gerufen wird oder in welchem Heim dieser angemeldet wird.

Verschiedene Untersuchungen belegen, dass dabei deutliche Abweichungen im Hinblick auf das Erwartungs- und Zufriedenheitsniveau der primären Kundengruppe (z. B. BewohnerInnen oder PatientInnen) existieren. Es macht also keinen Sinn, die Angehörigenmeinung mit derjenigen des „primären Kunden“ gleichzusetzen. Vielmehr gilt es, diese gesondert zu erfassen und die Unterschiede deutlich herauszuarbeiten.

Das Institut für Qualitätsmessung und Evaluation (IQME) hat für diese wichtige „Kundengruppe“, welche oftmals übersehen oder außen vorgelassen wird, ein Verfahren entwickelt, welches die relevantesten Informationen der Angehörigen zu Tage fördert.

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